Viele der traditionellen Anlageklassen standen im vergangenen Jahr vor erheblichen Herausforderungen
Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Beitrags bilden Industrieimmobilien jedoch eine Ausnahme. Bestehend aus Lagerhäusern, Distributionszentren, Produktionsstätten, Rechenzentren, Kühllagern und sogar Life-Sciences-Gebäuden, verzeichnen Industrieimmobilien einen Aufschwung – und die Zahlen belegen es:
- Niedriger Leerstand – Im April 2023 lag die durchschnittliche Leerstandsquote für Industrieobjekte bei 3,9 % – deutlich niedriger als der landesweite Durchschnitt von 16,7 % für Büroobjekte.
- Niedrige Cap Rates – Dank des geringen Leerstands und um 7 % im Jahresvergleich gestiegener Mieten erzielen Industrieobjekte weiterhin starke Erträge, was die Cap Rates günstig hält.
- Wachsender Marktanteil – Der Marktanteil von Industrieobjekten hat sich seit 2016 verdoppelt und macht heute ein Drittel des Marktes aus.
Dies sind nur einige der Gründe, warum Industrieimmobilien bei Investoren ganz oben auf der Liste stehen, doch handelt es sich dabei in erster Linie um Branchenkennzahlen aus dem Bereich der Gewerbeimmobilien. Was genau an diesen Objekten selbst trägt zu ihrer Beliebtheit und ihrem Wachstum bei? Im Folgenden untersuchen wir einige zentrale Trends, die die Performance von Industrieobjekten beeinflussen.
Faktoren, die das Wachstum von Industrieimmobilien beeinflussen
1. Das anhaltende Wachstum des eCommerce
Das Wachstum der eCommerce-Käufe während der Pandemie hat auch Jahre nach dem anfänglichen Boom stetig weiter zugenommen. Laut Berichten des U.S. Department of Commerce machte der eCommerce 15 % des gesamten Einzelhandelsumsatzes aus – eine Steigerung von 3 % gegenüber Q4-22 und von fast 8 % gegenüber Q1-22.
Da Verbraucher weiterhin „alles auf Abruf“ erwarten und Unternehmen die Optimierung von Logistik, Bestandsmanagement und mehr vorantreiben, überrascht es nicht, dass der eCommerce weiterhin den Erwerb und Neubau von Industrieobjekten antreibt. Unternehmen expandieren, um sich die bestmöglichen Standorte zu sichern, die Nachfrage zu bedienen und die Distribution zu optimieren – und Industrieobjekte sind ein Schlüsselelement dieser Strategie.
2. Rückverlagerung von Betriebsabläufen (Reshoring)
Nach den Herausforderungen in Lieferkette und Logistik der Jahre 2021 und 2022 mussten Unternehmen mit internationalen Lieferanten und Betriebsabläufen ihren Ansatz überdenken, um Engpässe, lange Vorlaufzeiten, steigende Kosten und Gegenreaktionen der Verbraucher zu vermeiden. Infolgedessen betreiben Unternehmen aktiv Reshoring oder ziehen es in Betracht, um eine bessere Kontrolle und Risikominderung zu erreichen. Dadurch ist der Bedarf an Industrieimmobilien gestiegen.
Der Bedarf an Industrieobjekten beschränkt sich nicht auf OEMs – auch die mehrstufigen Zulieferer, die sie in ihrer Lieferkette und ihren Produktionsprozessen unterstützen, haben einen größeren Bedarf an Industrieanlagen. Mit der zunehmenden Rückverlagerung der Produktion in die USA werden Zeitpläne und Erwartungen enger – wodurch für Zulieferer die Notwendigkeit entsteht, sich strategisch dort zu positionieren, wo sie wirksam um Aufträge konkurrieren und Mehrwert schaffen können.
3. Transport- und Logistikkosten
Eng damit verbunden ist das Bestreben der Unternehmen, ihre Logistikkosten und -risiken zu senken. Dies war bereits während der Lieferkettenkrise der vergangenen Jahre eine Herausforderung, ist heute aber angesichts steigender Zinsen und Inflation eine noch größere. Unternehmen investieren in ihre Präsenz, um diese Kosten langfristig auszugleichen und zu optimieren, wie Produkte und Materialien zwischen den Produktionsstufen oder zum Kunden bewegt werden.
Der Bau hat hierbei eine wichtige Rolle gespielt. Je nach Unternehmen und Strategie kann der Neubau gegenüber dem Erwerb eines bestehenden Industrieobjekts der bessere Weg sein, da er es dem Unternehmen ermöglicht, die Anlage von Anfang an zu optimieren. Dieser Ansatz gewinnt an Dynamik: Die Bauausgaben für neue Industrieobjekte stiegen im März 2023 laut Daten des U.S. Census auf rund 147 Milliarden US-Dollar – gegenüber 90 Milliarden US-Dollar im Jahr 2022.
Nutzen Sie die richtigen Tools, um Ihre Ziele mit Industrieimmobilien zu erreichen
Ob ein erheblicher Teil Ihres Portfolios bereits aus Industrieobjekten besteht oder Sie den Einstieg in diese Anlageklasse erwägen – es ist entscheidend, die richtigen Tools zu nutzen, um diese Anlageklasse effektiv zu verwalten. Covercy ist die erste Plattform für Real-Estate-Syndication, auf der Banking und Investment-Management zusammentreffen. Mit nur einem System können Sie:
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