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Ausschüttungen & Waterfalls

Ausschüttungswasserfälle: Wie Immobilien-Syndizierungen und -Fonds LPs und GPs auszahlen

Ein Ausschüttungswasserfall (Distribution Waterfall) legt fest, in welcher Reihenfolge die Mittel eines Deals ausgezahlt werden: zuerst das Kapital an die LPs, dann die Vorzugsrendite, danach eine Gewinnaufteilung, die den Carried Interest des GP einschließt. Hier erfahren Sie, wie Wasserfälle, Hurdle Rates, Pro-rata-Ausschüttungen und Debt Waterfalls funktionieren.

Ein Ausschüttungswasserfall (Distribution Waterfall) ist die Reihenfolge, in der eine Immobilien-Syndizierung oder ein Immobilienfonds seine Mittel auszahlt. Der Gesellschaftsvertrag (Operating bzw. Partnership Agreement) legt die Stufen fest: Die Limited Partners (LPs) erhalten in der Regel zuerst ihr Kapital zurück, dann eine Vorzugsrendite, und erst danach ist der General Partner (GP) über den Carried Interest – auch Promote genannt – am Gewinn beteiligt. Dieses Thema behandelt Wasserfälle, Hurdle Rates, Carried Interest, Pro-rata-Ausschüttungen und Debt Waterfalls. Das ist wichtig, weil jede Ausschüttung von den Investoren geprüft wird, die sie erhalten, und ein Fehler in einer Stufe sich auf alle folgenden Stufen auswirkt.

So funktioniert ein typischer Wasserfall

  1. Kapitalrückführung: Die LPs erhalten das von ihnen eingezahlte Kapital zurück.
  2. Vorzugsrendite: Die LPs erhalten eine festgelegte jährliche Rendite auf dieses Kapital. Das ist die Hurdle Rate, die der Deal übertreffen muss, bevor der GP am Gewinn beteiligt wird.
  3. Catch-up (optional): Der GP erhält einen größeren Anteil der Mittel, bis er seinen vereinbarten Gewinnanteil aufgeholt hat.
  4. Gewinnaufteilung: Die verbleibenden Mittel werden zu den vereinbarten Prozentsätzen zwischen LPs und GP aufgeteilt. Der Anteil des GP, der über sein eigenes Kapital hinausgeht, ist sein Carried Interest.

Innerhalb jeder Stufe werden die Mittel in der Regel pro rata verteilt: Jeder Investor erhält einen Anteil im Verhältnis zu seiner Beteiligung. Ein Debt Waterfall ist einfacher, da ein Darlehen zuerst Zinsen zahlt und dann das Kapital zurückführt. Fremdkapital macht einen großen Teil des Marktes aus: Auf Debt-Strategien entfielen 2025 24% des von privaten Immobilienfonds eingeworbenen Kapitals, nach 31% im Jahr 2024, so PEREs Fundraising-Bericht für das Gesamtjahr 2025.

Warum korrekte Ausschüttungen wichtig sind

Die Summen, um die es geht, wachsen weiter. Immobilienfonds, die der SEC über Form PF berichten, hielten im 4. Quartal 2025 ein Nettovermögen von $972 Milliarden, nach $880 Milliarden im 4. Quartal 2024 (SEC Private Fund Statistics).

LPs erwarten außerdem nachvollziehen zu können, wie jede Zahlung berechnet wurde. 2025 veröffentlichte die Institutional Limited Partners Association Version 2.0 ihres ILPA Capital Call & Distribution Template, das die buchhalterischen Details und Transaktionsbestandteile eines Kapitalabrufs oder einer Ausschüttung in einem standardisierten Format transparent macht. Laut ILPA ersetzt es künftig das Template von 2011 und sollte erstmals im 1. Quartal 2027 bereitgestellt werden.

So unterstützt Covercy

Sie legen den Betrag für jede Stufe gemäß Ihrem Gesellschaftsvertrag fest. Covercy One macht daraus Ausschüttungen, Mitteilungen und Zahlungen auf Investorenebene:

  • Eine Ausschüttung aus einem oder mehreren Hurdle-Typen aufbauen (Kapitalrückführung, Vorzugsrendite, Gewinn, Catch-up, GP-Promote und verfügbare Mittel) und jeweils den Gesamtbetrag eingeben.
  • Den Anteil jedes Investors pro rata nach Beteiligung berechnen und einzelne Beträge manuell anpassen, wo Ihr Gesellschaftsvertrag es vorsieht.
  • Die aufgelaufene Vorzugsrendite jeder Position aus ihrer Einzahlungshistorie und den Konditionen ihrer Anteilsklasse verfolgen.
  • Den GP-Promote auf die Promote-Mitglieder aufteilen und Steuereinbehalte sowie Anpassungen je Investor und je Hurdle erfassen.
  • Ausschüttungen aus Fremdkapital als Zinsen und Kapitalrückzahlung kennzeichnen.
  • Ausschüttungsmitteilungen mit dem Betrag und der Aufschlüsselung jedes Investors versenden und die Zustellung für jeden Empfänger prüfen.
  • Investoren über Covercy auszahlen oder außerhalb davon geleistete Zahlungen erfassen.
  • Investoren jede Ausschüttung aufgeschlüsselt nach Kapitalrückführung, Vorzugsrendite und Gewinn anzeigen.

Wissen

Blog

Newsroom

So geht’s in Covercy

Schritt-für-Schritt-Anleitungen aus dem Hilfecenter zu diesem Thema in Covercy One.

  • Ausschüttungsbenachrichtigungen senden

    Benachrichtigen Sie Ihre Investoren über eine Ausschüttung im Entwurf in Covercy One: Führen Sie die Bereitschaftsprüfung durch, fügen Sie eine persönliche Nachricht und Anhänge hinzu, senden Sie die Benachrichtigung und verfolgen Sie die Zustellung an jeden Empfänger.

  • Eine Ausschüttung erstellen

    Erstellen Sie eine Ausschüttung für ein Holding in Covercy One, legen Sie Zeitraum und Mittelquelle fest, benennen Sie jede Hurdle für Ihre Investoren, verteilen Sie die Beträge anteilig, leiten Sie den GP Promote weiter und speichern Sie sie als Entwurf.

  • Eine Ausschüttung finalisieren

    Führen Sie die Bereitschaftsprüfungen durch, finalisieren Sie eine Ausschüttung in Covercy One, um deren Allokationen festzuschreiben, verfolgen Sie die Zahlung jedes Investors bis zum Abschluss und sehen Sie genau, woran es liegt, wenn etwas nicht durchgeht.

  • Eine Ausschüttung im Entwurf bearbeiten

    Öffnen Sie eine Ausschüttung im Entwurf in Covercy One erneut, um deren Zeitraum, Mittelquelle, Hurdle-Summen und Allokationen pro Investor zu ändern, und speichern Sie Ihre Änderungen direkt.

Neueste Produkt-Updates

  • Save a bank's special instruction on an account, and it travels with every distribution payout

    Some US banks need an extra instruction, such as "for further credit to" a trust, before they can pay the money on to its final beneficiary, and until now investor and GP bank accounts had no place to keep one. Manually entered US bank accounts can now hold an optional Memo / Special Instruction, added next to the account's routing details whether the GP enters it or the investor does in the portal, and every distribution payout to that account passes the instruction to the receiving bank ahead of the distribution's name, which is no longer sent twice. If the account a fundraise collects into has one, investors see it with the bank-transfer details when they pay, after they choose to transfer later, and on the wire instructions they download. When an investor edits the instruction on an account their holdings are linked to, the GP approves it like any other banking change, and payouts keep the last approved instruction until then. In Payment configuration on each distribution, Reference memo is gone and the selected account's card shows that account's instruction instead. Covercy will never ask you to share your password, two-factor codes, or banking credentials by email, text, or phone.

  • See every investor's share of every distribution in one table

    A holding's Distributions tab now carries a Collapsed | Detailed view toggle, presented the way the Contributions tab's toggle already is. Collapsed stays the default and is the same one-row-per-distribution table as before, so nothing about the view you have been using changes. Switch to Detailed and the same tab lists one row per investor allocation instead of one row per distribution — the distribution's name, the investor, the share class (shown only when the holding has more than one investor class), the date, the amount, the net, and, once the distribution has been finalized, that allocation's payment status — so what an investor has actually received from this holding, and what is still in flight, reads off a single table instead of opening each distribution in turn. The Detailed view is read-only and clicking a row opens that distribution; a Draft distribution does not appear in it (it stays in Collapsed), and the metric tiles above the table do not change with the view.

  • Call your debt distribution what your loan documents call it

    The words your investors read in a debt distribution notice are now yours to choose: on a debt holding, each hurdle's investor-facing label can be renamed with the same control an equity holding has always offered. Interest and Return of Principal remain what a debt distribution starts with — they are now defaults you can override rather than fixed terminology — so if your loan documents say Coupon, you are no longer sending investors a word your own paperwork doesn't use. The label you set is what appears in the distribution notice and in each investor's own breakdown, which is what makes this more than cosmetic. Clearing a rename restores that tier's debt default, changing a row's tier starts that row over from its new tier's own default rather than carrying your wording across, and the renamed marker appears only when the label actually differs from the default — so a row you haven't touched stays clean.

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Häufig gestellte Fragen

Was ist ein Ausschüttungswasserfall?
Ein Ausschüttungswasserfall ist die im Gesellschaftsvertrag festgelegte Reihenfolge, in der ein Immobiliendeal oder -fonds Mittel auszahlt. Typischerweise erhalten die LPs zuerst ihr Kapital zurück, dann eine Vorzugsrendite, und der verbleibende Gewinn wird zwischen LPs und GP aufgeteilt.
Wie berechnet man einen Ausschüttungswasserfall für LPs bei Immobilien?
Beginnen Sie mit den für die Ausschüttung verfügbaren Mitteln und bedienen Sie jede Stufe in der vertraglich festgelegten Reihenfolge: Kapitalrückführung, dann aufgelaufene Vorzugsrendite, dann ein etwaiger Catch-up des GP, dann die Gewinnaufteilung. Innerhalb jeder Stufe verteilen Sie den Betrag pro rata nach Beteiligung auf die LPs.
Was ist eine Hurdle Rate bei Immobilien?
Eine Hurdle Rate ist die Mindestrendite, die die LPs erhalten müssen, bevor der GP am Gewinn beteiligt wird. Bei Immobilien wird sie meist als jährliche Vorzugsrendite auf das eingezahlte Kapital angegeben.
Was ist Carried Interest?
Carried Interest, auch Carry oder Promote genannt, ist der Gewinnanteil des GP, der über seine eigene Kapitaleinlage hinausgeht. Er wird erst ausgezahlt, nachdem die LPs die vorrangigen Stufen des Wasserfalls erhalten haben.
Was ist eine Pro-rata-Ausschüttung?
Bei einer Pro-rata-Ausschüttung wird eine Zahlung im Verhältnis zur Beteiligung auf die Investoren aufgeteilt. Ein Investor, dem 10% einer Klasse gehören, erhält 10% des an diese Klasse ausgeschütteten Betrags.
Was ist ein Debt Waterfall?
Ein Debt Waterfall ist die Reihenfolge, in der Mittel aus einem Darlehen oder einem Fremdkapitalinvestment ausgezahlt werden. In der Regel werden zuerst Zinsen gezahlt, danach wird das Kapital an die Investoren zurückgeführt.

Quellen

  1. PERE, Fundraising-Bericht: Gesamtjahr 2025, 2026-01. Abgerufen am 2026-11-03.
  2. U.S. Securities and Exchange Commission, Private Fund Statistics: Aggregiertes Fondsvermögen, Data through 2025:Q4. Abgerufen am 2026-11-03.
  3. Institutional Limited Partners Association (ILPA), ILPA Capital Call & Distribution Template (v. 2.0), 2025. Abgerufen am 2026-11-03.